Was sich hinter dem Wort “DSL” versteckt hat

In Diesem Beitrag widmen wir uns dem Thema DSL – Digital Subscriber Line.

DSL-Begriffserklärung

Der digitale Teilnehmeranschluss (engl. Digital Subscriber Line, kurz DSL) ermöglicht einen schnellen Datenverkehr über das Telefonnetz. Bei dieser Breitbandübertragungstechnik wird durch die Aufteilung der Frequenzbereiche in verschiedene Kanäle für Sprach- und Dateninformationen das Telefonkabel, eben Kupferkabel, genutzt. Da der analoge Telefonverkehr nur Frequenzen bis 4 kHz benötigt, stehen so die vorher ungenutzten Frequenzen bis 1,1 MHz für die DSL-Technologie bereit.

Vorteile der DSL-Nutzung

Telefonieren, Faxen und Surfen kann durch die Aufsplittung der Frequenzbereiche, ob bei einem analogen Telefonanschluss oder beim ISDN-Anschluss mit zwei weiteren Telefonleitungen, gleichzeitig geschehen. So wird durch DSL ein schneller Seitenaufbau möglich als auch der Download von MP3s oder Videodateien findet in kürzester Zeit statt. Online Radio hören und Internet TV in digitaler Qualität sind weitere vielgenutzte Möglichkeiten. Natürlich hängt das von der Auswahl des DSL-Anschlusses ab, den der Nutzer für seine Zwecke entsprechend wählen kann. So kann je nach Bedarf zwischen DSL 1000 mit 1 Mbit/s bis hin zu DSL 16000 mit eben 16 Mbit/s ausgewählt werden.

Unterschied zwischen ADSL und SDSL

Es wird noch einmal zwischen Asymmetric DSL (ADSL) und Symmetric DSL (SDSL) unterschieden.

Die ADSL-Technik ist am meisten verbreitet und richtet sich vorwiegend an den Privatanwender, da der Download, also die Datenübertragung zum Nutzer, wesentlich höher liegt als in die Gegenrichtung (Upload). Als Beispiel liegt bei einem DSL 6000 Anschluss die Download-Rate in der Regel bei 6016 kbit/s, die Upload-Rate hingegen nur bei 572 kbit/s.

Die SDSL-Technik ist mehr für Firmen gedacht, da Upload und Download gleich schnell sind, also symmetrisch. Dies ist vorteilhaft für Videokonferenzen und beim Hochladen großer Datenmengen auf den Webserver, allerdings ist SDLS im Vergleich zu ADSL teurer.

Verfügbarkeit von DSL

DSL ist immer noch nicht flächendeckend verfügbar. Gerade in den neuen Bundesländern gibt es noch Bedarf, da dort mit der Modernisierung des Telefonnetzes Glasfaserkabel benutzt wurden. Zurzeit ist aber ein entscheidender Punkt für die Nutzung von DSL ein Telefonanschluss über Kupferkabel. Weiter ist der Abstand des Standortes zur nächsten Vermittlungsstelle wichtig, der eine Kabellänge von fünf Kilometern nicht überschreiten sollte, denn mit zunehmender Entfernung leidet natürlich auch die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten.
So bieten alle DSL-Anbieter eine Verfügbarkeitsprüfung an, wo jeder Interessent schnell durch die Eingabe seines Wohnortes feststellen kann, ob und in welchem Umfang DSL an seinem Standort vorhanden ist.

Kosten für die Nutzung von DSL

Bei jedem Anbieter wird eine DSL-Flatrate angeboten, wo der Nutzer zu einem festen Monatspreis ohne Zeit- und Volumenbegrenzung das Internet nutzen kann. Dies in Kombination mit einer Telefon-Flatrate führt zu einer kostengünstigen Nutzung beider Bereiche. Zusätzlich zur DSL-Flatrate gibt es noch Download und Content Tarife, welche zeitnahe und legale Downloads in Portalen aus den Kategorien wie Spiele, Musik, Software und Film, aber auch live gestreamtes Internet TV oder Video on Demand mit einer unterbrechungsfreien Wiedergabe, ermöglichen. Allerdings wird hierfür mindestens DSL 6000 benötigt, damit auch die Geschwindigkeit für die Downloads vorhanden ist.


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