Das Modem – Was ist das eigentlich ?
Der Name Modem leitet sich aus einer Kombination der Worte „Modulator“ und „Demodulator“ her. Diese Kombination wird als Modem bezeichnet. Das Modem ist dabei in der Lage ein beständiges Trägersignal zu verändern, so das Daten über dieses Trägersignal geleitet werden können. Ebenfalls muss ein Modem über eine Demodulation verfügen, und in der Lage sein, ein Moduliertes Trägersignal wieder zu entschlüsseln. Das hört sich kompliziert an, ist es aber im Prinzip nicht. Stellen Sie sich drei mögliche Signale vor 1,2,3, wie diese nun genau aussehen ist irrelevant. Das Modem nutzt nun Signal 2 als Trägersignal, und ist in der Lage den Wert 1, als geringeres Signal, und den Wert 3 als stärkeres Signal zu erstellen. Diese Schwingungen, auf, und ab, nutzt das Modem um die Daten vom Computer für die Telefonleitung aufzubereiten. Natürlich ist das eigentliche Prinzip ein wenig schwieriger, und vor allem komplexer, aber das Prinzip stimmt so. Diese Technik ermöglicht es seit einigen Jahren auch, Daten durch andere Leitungen zu übertragen. Eine Weiterleitung durch die Stromleitung ist bereits möglich, und wird auch durchaus verwendet. Auch die Übertragung der Daten durch das TV Kabelnetz ist mittlerweile zu einem guten Standard geworden, der deutlich höhere Übertragungsraten ermöglicht, wie bisher.
Das Modem arbeitet also die Daten auf, die es aus der Telefonleitung erhält.
Wozu braucht man ein Modem ?
Das Modem ist der Vorreiter der aktuell verwendeten DSL Router. Noch heute werden von vielen Anbietern eher Modems, und Router getrennt angeboten, anstatt beides in einem Gerät zu integrieren. Das hat für den Anbieter deutliche Vorteile, da die Endgeräte in der Regel aufeinander abgestimmt sind, und der Nutzer keinen Zugriff auf die Daten, und Einstellungen des Modems mehr hat. Der Nutzer kann lediglich den Router verändern, und modifizieren, aber die intakte Leitung bleibt auch bei einem Totalausfall bestehen.
Das Modem war eigentlich dazu gedacht die Verbindung ins Internet herzustellen, was es im Prinzip auch heute noch macht. Die alten, und bekannten Analoggeräte werden aber hauptsächlich noch zum versenden von Faxen benötigt, also wenn der Computer nicht über die digitale Schnittstelle gehen soll, sondern ein Zugriff auf die eigentliche Telefonleitung gefragt ist. Hier kommen auch heute noch, die guten alten Faxmodems zum Einsatz, die bereits vor fünfzehn Jahren gut waren. Allerdings werden diese Dienste auch immer mehr durch das Internet abgelöst.
Die eigentliche Modemfunktion ist immer noch in jedem Gerät inbegriffen, auch wenn es sich um eine höherfrequente Technik handelt, die eine wesentlich schnellere Datenübertragung ermöglicht, und so auch moderne Applikationen möglich macht. Das Modem an sich existiert also, in der typischen Technik immer noch, nur das sich die zwischengeschalteten Geräte, und Frequenzen geändert haben, um die Geschwindigkeit anzuheben.
Ein Fazit
Auch wenn das Modem an sich, in der altbekannten Form lange von der Bildfläche verschwunden ist, so ist es immer noch der wichtigste Bestandteil einer jeden Internetleitung. Auch wenn man meinen sollte, es hätte sich vieles getan, in all den Jahren, so arbeitet jede Internetverbindung immer noch mit einer Modulation eines Trägersignals, und somit auf der Basis eines Modems. Natürlich haben sich die Geräte geändert, und die Technik wird anders angewandt, aber auch DSL und Co. Basieren immer noch auf der gleichen Technik.
Relevante Beiträge:
- Was sich hinter dem Wort “DSL” versteckt hat
- Navigation fürs Auto
- Die Geschichte des Internets
- Routenplaner – wie Funktioniert das???
- Woher kommt eigentlich das Telefon?
- Funktion eines TFT-Monitors
- LED-Lampen bald bereit für den Einsatz in der Praxis
- Die neusten Produkte der Technik
- Datentechnik und Automatisierung – Wozu eigentlich?